Erfolgsserie gerissen: Medical Instinct Veilchen unterliegen Freiburg

Nach dem erfolgreichen Start in die neue Saison in der Toyota Damenbasketball-Bundesliga (DBBL) handeln sich unsere Medical Instinct Veilchen am Sonntagnachmittag in Freiburg ihre erste Saisonniederlage ein. Beim 70:74 stehen bis zum Ende des dritten Viertels die Weichen auf Sieg, ein Einbruch in den letzten Spielminuten verhindert jedoch den zweiten Auswärtssieg der Saison.

Das Spiel startete vielversprechend für das Team von Headcoach Goran Lojo. Frühe Punkte durch Morgan Pullins und Jenny Crowder mit einem Drei-Punkt-Spiel sorgten für den Start nach Maß. Die ersten drei Freiburger Punkte erzielte die in dieser Saison bisher stark aufspielende Shiori Yasuma. Die Eisvögel hatten jedoch insbesondere in den ersten Minuten des Spiels ihre Probleme mit den Foulpfiffen, sodass die Teamfoulgrenze bereits nach zweieinhalb Minuten überschritten war. Diesen vermeintlichen Vorteil nutzte das Team von Lojo jedoch zu wenig aus, sodass sich die Partie zunächst ausgeglichen gestaltete. Durch zwei erfolgreiche Dreier von Freiburgs Reed, zwischen denen auch ein erfolgreicher Wurf jenseits der Drei-Punkt-Linie von Crowder lag, wechselte die Führung. Mit zwei Freiwürfen konnte Crowder den Rückstand zwar noch verkürzen, dennoch gingen die Eisvögel mit einer 19:18-Führung in die Viertelpause.

Es folgten die stärksten Minuten der Medical Instinct Veilchen im Spiel. Ein überragender 13:0-Lauf konnte erst nach vier Minuten durch Luisa Nufer mit den ersten Freiburger Punkten in diesem Spielabschnitt gestoppt werden. Mitte des zweiten Viertels erhielt Crowder in einer unglücklichen Aktion ein unsportliches Foul, aus dem die Gastgeberinnen allerdings kein Kapital schlagen konnten. In dieser Phase ließ Lojos Team zu viele Offensivrebounds zu. Redebedarf herrschte zudem nach dem dritten erfolgreichen Dreier durch Reed zum 27:35 aus Sicht der Eisvögel (18. Minute). In einer hektischen Phase trafen unsere Medical Instinct Veilchen dabei die besseren Entscheidungen und gingen mit einer zweistelligen Führung in die Pause (42:29, 20.).

Hoher Vorsprung wird nichts übers Ziel gebracht

Den besseren Start in den dritten Spielabschnitt erwischten die Gastgeberinnen mit vier Punkten in Folge, die durch das vierte persönliche Foul von Hannah Little getrübt wurden. Die Freiburger Verteidigung agierte nun deutlich aggressiver und unser Team benötigte etwas Zeit, um sich darauf einzustellen. Immer wieder gelang es Crowder, Fastbreaks erfolgreich abzuschließen, dabei betrug der zwischenzeitliche Vorsprung scheinbar beruhigende 16 Punkte (18.). Als Little ihren Unmut gegenüber einer Entscheidung des Schiedsrichtergespanns zum Ausdruck brachte, verabschiedete sie sich nach einem technischen Foul in den vorzeigen Feierabend. Kurz zuvor erzielte sie noch vier Punkte und verkürzte so gemeinsam mit Yasuma den Rückstand bis auf zehn Punkte (30.).

Bis Mitte des vierten Viertels blieb die Führung beständig, Freiburg wehrte sich mit Kräften gegen die bevorstehende Heimniederlage. Insbesondere Pauline Mayer und erneut Nufer punkteten dabei zuverlässig. Spätestens nach dem erfolgreichen Dreier von Reed zum 64:69 aus Freiburger Sicht stand die Halle Kopf. Da Viki Karambatsa lediglich einen Göttinger Punkt in den letzten vier Minuten des Spiels erzielte, schnappten sich die Eisvögel tatsächlich noch den Sieg und trotzten so den Anfangsschwierigkeiten. Für unsere Medical Instinct Veilchen stand somit die erste Saisonniederlage am dritten Spieltag fest.

Am Ende war Crowder mit 24 Punkten die Topscorerin der Partie und steuerte zudem starke sechs Assists und sieben Rebounds bei, musste jedoch kurz vor Spielende nach ihrem fünften persönlichen Foul ebenfalls in den vorzeitigen Feierabend.

Unser Headcoach machte die Niederlage vor allem an den letzten fünf Minuten des Spiels fest: „Wir haben über 35 Minuten gut gespielt und hatten die Kontrolle über das Spiel. Wir haben ihre Schlüsselspielerinnen sehr gut aus dem Spiel genommen aber hatten zum Schluss zu viele Turnover, aus denen Freiburg seine Punkte erzielt hat. Wir werden das Spiel und unsere Fehler analysieren und versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen.“

Für die Medical Instinct Veilchen spielten: Tudor (13 Punkte / 1 Rebounds / 1 Assists); Wenke (-/-/-); Dzankic (5/4/2); Pullins (17/9/-); Reichert (4/12/1); Karambatsa (7/3/1); Crowder (24/6/7); Oevermann, M. (dnp); Oevermann, A. (-/1/-); Kretschmar (dnp).

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